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Tagung zu „Hans Schleif“ in Paris

http://www.goethe.de/ins/fr/par/ver/de14286407v.htm

Hans Schleif

 

Mittwoch, 6. Mai 2015, 14:30 Uhr
Goethe-Institut – 17 avenue d’Iéna, 75116 Paris
Theater in deutscher Sprache
Vorträge auf Deutsch und Französisch
Eintritt frei – Reservierung empfohlen
Tel. +33 1 44439230

«Hans Schleif. Eine Spurensuche» von Matthias Neukirch und Julian Klein

  • 14.30 Uhr Theater in deutscher Sprache
    Regie: Julian Klein
    mit Matthias Neukirch
    uraufgeführt am Deutschen Theater Berlin / französische Erstaufführung

„Nun wird’s wohl klappen, wie immer in wirklich guten Zeiten siegt die Tugend!“ Hans Schleif war Architekt und Archäologe, renommierter Wissenschaftler, Professor für antike Baukunst, Familienvater und ranghohes Mitglied der SS. Sein Enkel Matthias Neukirch ist Schauspieler am Deutschen Theater und begibt sich auf die Suche nach der Biografie seines Großvaters. Er beginnt eine Recherche in Dokumenten, Archiven und den Erinnerungen der Familie, die ihn mitten in die Gegenwart und zu sich selbst führt.

  • In Zusammenarbeit mit der Université Sorbonne Nouvelle – Paris 3 und dem Centre d’études et de recherches sur l’espace germanophone (CEREG) :
    «Die Erben der Naziverbrechen : Narration und Dokumentarästhetik im Generationenwechsel (Theater, Film, Roman)» – Rahmenprogramm
    Vorträge 10-13 Uhr,
    Podiumsdiskussion
      17.15 Uhr (Moderation Joachim Umlauf)
    Organisation : Kerstin Hausbei und Nicole Colin

Die Dokumentarästhetik spielte bereits in den Sechzigerjahren in der künstlerischen Auseinandersetzung der zweiten Generation mit den Verbrechen der Vätergeneration eine wichtige Rolle. Auch die Enkelgeneration stützt sich auf Dokumente. Doch scheint sich der Fokus erweitert zu haben : die dritte Generation setzt sich als Suchende selbst mit ins Bild und macht so nicht den Fund als Ergebnis, sondern die Suche als Narration erfahrbar. Das Rahmenprogramm geht diesem Phänomen in verschiedenen Medien nach.